DeCIRRA Konferenz 2026: Dialog zur Defossilisierung von Städten und Regionen

Das Innosuisse Flagship DeCIRRA widmet sich der zentralen Frage, wie Städte und Regionen wirksam und nachhaltig defossilisiert werden können. Zum Abschluss des vierten Projektjahres brachte die DeCIRRA Konferenz 2026 Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Erkenntnisse und übergeordnete Handlungsempfehlungen zu diskutieren und einzuordnen.

Im Fokus der Konferenz stand weniger die Vorstellung einzelner technischer Lösungen, sondern vielmehr das Zusammenspiel von Technologie, Regulierung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Während viele technologische Herausforderungen grundsätzlich lösbar sind, zeigt sich in der Praxis, dass die Ausgestaltung geeigneter regulatorischer Rahmenbedingungen sowie der Marktzugang neuer Technologien besonders anspruchsvoll sind. Ebenso zentral ist der offene Dialog zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen, um Vertrauen zu schaffen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Die ganztägige Konferenz strukturierte sich entlang thematischer Blöcke, die von einer übergeordneten Einführung über Prosumer-Modelle, Energiegase (H₂ und CH₄) bis hin zu Bioenergie, Negativemissionstechnologien (NET) sowie CCTS/CCTU reichten. Fachreferate aus technischer, regulatorischer und gesellschaftlicher Perspektive wurden jeweils durch interaktive Abstimmungen ergänzt, die den Teilnehmenden ermöglichten, ihre Einschätzungen einzubringen. Zwei Podiumsdiskussionen vertieften die Themen und machten unterschiedliche Sichtweisen sichtbar.

Mit diesem Format versteht sich die DeCIRRA Konferenz als Plattform für Austausch und Verständigung. Sie leistet einen weiteren Beitrag dazu, den Dialog zwischen Forschung und Praxis zu stärken und gemeinsam Wege für die Transformation von Städten und Regionen in Richtung Netto-Null auszuloten. Die inhaltliche Vertiefung und die konkreten Ergebnisse aus DeCIRRA werden zu einem späteren Zeitpunkt separat aufgearbeitet und kommuniziert.

Ergänzt wurde das Konferenzprogramm durch eine Postersession, in der die inhaltliche Breite des DeCIRRA-Flagships sichtbar wurde. Die Poster gaben Einblick in laufende Arbeiten, methodische Ansätze und thematische Schwerpunkte aus den verschiedenen Teilprojekten und Fachgruppen. Sie boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich vertieft mit einzelnen Fragestellungen auseinanderzusetzen, informell ins Gespräch zu kommen und gezielt Aspekte zu erkunden, die im Plenum nur angerissen werden konnten.