Im Rahmen der Innosuisse-Projekte MUNICIPAL und DeCIRRA wurde untersucht, wie die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Stakeholdern in transdisziplinären Forschungsprojekten gestaltet werden kann. Das daraus entstandene Dokument Ko-kreative Arbeitsformate in Gruppen mit diversen Teilnehmerprofilen analysiert Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Partizipative Workshops und Co-Creation-Formate spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Ideen für die Energiewende. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus grossen Forschungsprojekten, dass zwischen der Ideengenerierung in Workshops und der langfristigen Umsetzung häufig eine Lücke entsteht. Die Analyse identifiziert zentrale Ursachen dafür – etwa unterschiedliche organisatorische Logiken der beteiligten Akteure, unklare Rollen oder fehlende Strukturen für die Nachverfolgung von Ergebnissen.
Auf Basis von Interviews mit Projektleitungen und Fachgruppenleitungen sowie der Auswertung der Projekterfahrungen werden in der Publikation konkrete Empfehlungen für zukünftige Projekte formuliert. Dazu gehören unter anderem:
eine klare Rollen- und Verantwortlichkeitsdefinition in multi-disziplinären Teams
strukturierte Prozesse für Wissenstransfer und Dokumentation
geeignete Organisationsformen für Workshops und temporäre Arbeitsgruppen
sowie praxisnahe Frameworks für Projektleitungen, Fachgruppen und Workshop-Teilnehmende.
Die Publikation liefert damit wertvolle Impulse für die Gestaltung ko-kreativer Prozesse in Energiewende-Projekten und zeigt auf, wie unterschiedliche Perspektiven aus Forschung, Industrie und öffentlicher Verwaltung besser zusammengeführt werden können.
Das vollständige Dokument steht hier zum Download bereit:
Die Präsentationen der DeCIRRA Konferenz 2026 geben einen vertieften Einblick in die technologischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Fragestellungen der Defossilisierung von Städten und Regionen. Sie spiegeln die thematische Breite des Flagships wider – von Prosumer-Modellen über erneuerbare Energiegase und Bioenergie bis hin zu Negativemissionstechnologien, CCTS sowie Fragen der Raumplanung und Akzeptanz.
Die folgenden Unterlagen stehen hier zum Download bereit und laden dazu ein, die einzelnen Themenblöcke im Detail nachzuvollziehen.
Im Rahmen der DeCIRRA Konferenz 2026 wurden zahlreiche Poster präsentiert, die zentrale Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse des Projekts vertiefen. Sie ergänzen die Beiträge und Diskussionen der Konferenz und bieten die Möglichkeit, einzelne Themen auch nach der Veranstaltung weiterzuverfolgen. Die nachfolgenden Poster sind nach Themenbereichen gegliedert und erlauben einen gezielten Einstieg in die verschiedenen Schwerpunkte von DeCIRRA. Ein ausführlicher Rückblick auf die Konferenz findet sich im entsprechenden Konferenz-News-Artikel.
Allgemein, SP1 und SP2
Dieser Themenbereich spannt den inhaltlichen Rahmen des DeCIRRA-Projekts auf. Die Poster geben einen Überblick über Zielsetzung und Ergebnisse sowie über zentrale Querschnittsthemen wie Kommunikation und Kollaboration in Multi-Akteurs-Gruppen (SP1) und die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Gase (SP2). Sie zeigen, wie technologische Entwicklungen, Governance-Fragen und gesellschaftliche Prozesse zusammenspielen und welche Voraussetzungen für die Dekarbonisierung von Städten und Regionen entscheidend sind.
DeCIRRA: Decarbonisation of cities and regions with renewable gasesSP 1: Kommunikation & Kollaboration in Multi-Akteurs-GruppenSP 2: Regulatorische Vorgaben für Power-to-Gas
Prosumer und Wasserstoff
Die Poster in dieser Kategorie widmen sich der Rolle von Prosumern und der Einbettung von Wasserstoff in zukünftige Energiesysteme. Im Fokus stehen Fragen der lokalen Erzeugung, Aggregation und Nutzung von Energie sowie die technischen, wirtschaftlichen und systemischen Voraussetzungen für den Einsatz von Wasserstoff. Die Beiträge beleuchten sowohl konzeptionelle Ansätze als auch konkrete Umsetzungs- und Machbarkeitsstudien.
Prosumer im Quartier Die erforderliche Arbeit vor dem AggregierenSP5/WP10: Technisch-wirtschaftliche Machbar-keitsstudie für die Installation von Turbo-druckminderern im Gasnetz und Erzeugung von dekarbonisiertem H2Wasserstoff-Technologien für den Export (SP4/WP02)
Methan
Diese Kategorie bündelt Poster zu Methan und Power-to-Gas-Ansätzen, insbesondere im Zusammenspiel mit bestehender Gasinfrastruktur. Thematisiert werden techno-ökonomische Analysen, Methanisierung, Entscheidungsgrundlagen für Projekte sowie konkrete Fallstudien. Die Poster zeigen auf, welche Rolle erneuerbares Methan bei der Flexibilisierung des Energiesystems und der Dekarbonisierung energieintensiver Anwendungen spielen kann.
Energiegase H2 und CH4: Wieviel? Wofür? Welche? Wo?Techno-ökonomische Betrachtungen von Power-to-X bei Kehrichtverbrennungsanlagen und in der Industrie (SP 5/WP03 & 04)SP 4: Flexible und effiziente MethanisierungWP 13/SP 5: Multikriterielle Analyse als Entscheidungshilfe für PtG ProjekteSP 5: Methanation of biomass gasification productsSP 5, WP 9: Fallstudie Samstagern
NET/CDR/CCTS
Die Poster dieser Kategorie befassen sich mit Negativemissionstechnologien (NET) sowie mit Carbon Dioxide Removal (CDR) und Carbon Capture, Transport and Storage/Utilisation (CCTS/CCTU). Sie beleuchten technologische Optionen, Geschäftsmodelle, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Rahmenbedingungen. Ziel ist es aufzuzeigen, welchen Beitrag Kohlenstoffmanagement-Technologien zur Erreichung des Schweizer Netto-Null-Ziels leisten können und welche offenen Fragen dabei noch zu klären sind.
SP 3: Kohlenstoffspeicherung im Holz(bau)SP3: Biogenes CO2 für flexibles BECCS/BECCUSP 3: Einsatz von Kohlenstoffmanagement-Technologien zur Erreichung des Schweizer Netto-Null Klimaziels 2050SP 3: Schweizer Netto-Null-Ziel: Ökonomische Modellierung der Verteilungswirkungen von Politikoptionen
Das Innosuisse Flagship DeCIRRA widmet sich der zentralen Frage, wie Städte und Regionen wirksam und nachhaltig defossilisiert werden können. Zum Abschluss des vierten Projektjahres brachte die DeCIRRA Konferenz 2026 Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Erkenntnisse und übergeordnete Handlungsempfehlungen zu diskutieren und einzuordnen.
Welche Rolle können erneuerbare Gase in der Energiewende und bei der Erreichung des Netto- Null-Klimaziels der Schweiz spielen? Geht es nur um Wasserstoff und Biogas oder auch um CO2? Das Innosuisse Flagship-Projekt DeCIRRA widmet sich diesen Fragen seit drei Jahren und stellt nun die wichtigsten Ergebnisse in einem White Paper zur Diskussion.